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800. Todestag von Otto IV.

18.05.2018 bis 20.05.2018
Frau Schaper
Tel. 05322/7 46 12

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

 
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BH-Logo-Otto-
 
Otto IV.: Vielfältiges Programm zu Leben und Zeit

Festakt, Kolloquium und Programm auf dem Burgberg

Am 19. Mai 2018 jährt sich der Todestag Otto IV. auf der Harzburg zum 800. Male. Aus diesem Anlass würdigt die Stadt Bad Harzburg mit ihren Partnern das Leben dieses Königs und Kaisers und erzählt am Pfingstwochenende von seiner Zeit.

Bad Harzburg. Ein kleines, aber feines Programm haben die Organisatoren um Edda Schaper von der Stadt Bad Harzburg und Maik Herrmann von Herrmann Event für die Feierlichkeiten anlässlich des 800. Todestages Otto IV. erstellt.

So beginnt das Wochenende am Freitag, 18. Mai, mit einem teilöffentlichen feierlichen Festakt um 11 Uhr in der Lutherkirche. Gäste sind herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei, die Zahl der freien Plätze ist begrenzt. Festredner wird der Braunschweiger Thomas Ostwald sein, seines Zeichens Verleger, Autor, Schauspieler und Biograf. In einem lebendigen Vortrag unter dem Titel „Otto – Heinrichs Sohn, König und Kaiser“ wird er den Gästen das Leben Otto IV. auf unterhaltsame Art näherbringen. Umrahmt wird der Festakt von NotaBene, dem vielleicht besten Ensemble für Alte Musik.

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Thomas Ostwald (Foto Ostwald)
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Weiter geht es am Samstag, 19. Mai, um 9:30 Uhr mit dem Fachkolloquium „Profiling Otto IV. – Spuren des Welfenkaisers“ im Bündheimer Schloss. Bei der Veranstaltung halten bedeutende Kenner Otto IV. Vorträge zu verschiedenen Themen rund um den einzigen welfischen Kaiser und die Harzburg. Erwartet werden unter anderem Prof. Dr. Bernd-Ulrich Hucker, Mitbegründer des Instituts für Geschichte und historische Landesforschung und wissenschaftlicher Leiter der niedersächsischen Landesausstellung „Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum“ in Braunschweig im Jahr 2009, Dr. Dr. Stefan Uhl, wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Burgenvereinigung e.V. oder der Kriminologe Axel Petermann, einer der bekanntesten Profiler Deutschlands. Der Eintritt kostet 10,00 €. Veranstalter sind der Förderverein Historischer Burgberg e.V. und die Deutsche Burgenvereinigung e.V.

Am Samstag, 19. Mai, können ab 14:00 Uhr alle Einwohner und Gäste auf dem Burgberg ein abwechslungsreiches Programm erleben. Dieses soll die Zeit vor 800 Jahren zum Leben erwecken, aber ebenso den Einfluss und die Prägung dieser Epoche auf unser heutiges Leben und unsere Stadt hervorheben. Das Programm wird Geschichte und Geschichten erzählen und Gänsehautmomente schaffen. So wird die Harzsagenhalle geöffnet sein, der Förderverein Historischer Burgberg bietet Sonderführungen an, die Harzer Wandernadel und der Harzklub Zweigverein Bad Harzburg werden einen Sonderstempel Otto IV. präsentieren, es wird Fachvorträge der Kolloquiumsreferenten geben, eine Freiluft-Kunstausstellung verschiedener Künstler und vieles mehr (siehe Kasten). Das Ensemble NotaBene wird um 21:00 Uhr ein ca. 2-stündiges Konzert mit Musik aus dem Mittelalter und der Renaissance geben.

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Notabene - Ensemble für Alte Musik (Foto Notabene)

Das Ticketcenter an der Talstation der Burgberg-Seilbahn ist an diesem Tag geöffnet von 9:30 – 22 Uhr. Die letzte Talfahrt der Bahn geht um 23:30 Uhr. Das Programm ist bis auf die Fahrten mit der Seilbahn frei. Um eine Spende für die Harzsagenhalle wird gebeten.

Am Sonntag wird der Förderverein Historischer Burgberg e.V. um 11 und um 13 Uhr zwei Sonderführungen zu Otto IV. und der Harzburg anbieten. Anmeldungen unter Telefon 05322 75 330. Eine Spende für den Förderverein wird erbeten.

Kontakt: Weitere Informationen erhalten Sie bei: Stadt Bad Harzburg, Edda Schaper, Forstwiese 5, 38667 Bad Harzburg, Tel.: 05322 74 612, Fax: 05322 74 9 612, E-Mail: edda.schaper@stadt-bad-harzburg.de, www.stadt-bad-harzburg.de

 

Programm

Freitag, 18. Mai 2018, Lutherkirche, Lutherstraße 7

  • 11 Uhr: Feierlicher Festakt, Festansprache Thomas Ostwald: „Otto – Heinrichs Sohn, König und Kaiser“. Gäste wollkommen. Die freien Sitzplätze sind begrenzt. Eintritt frei.
Samstag, 19. Mai 2018, Bündheimer Schloss, Gestütstraße 10
  • Öffentliches Kolloquium zum 800. Todestag des Kaisers Otto IV. HRR. Die Sitzplätze sind begrenzt. Eintritt 10,00 €.
     
Samstag, 19. Mai 2018, Burgberg
  • Wege auf den Burgberg: Sie erreichen das Burgbergplateau bequem mit unserer Seilbahn oder über eine kleine, ca. 30-minütige Wanderung. Das Ticketcenter der Seilbahn ist am Veranstaltungstag geöffnet von 09:30 Uhr - 22:00 Uhr. Übersichten zu den ausgeschilderten Wanderwegen finden Sie in der Touristinformation.
  • 14:00 Uhr: Offene Harzsagenhalle unter Leitung der Bad Harzburg-Stiftung.
  • 16:20 Uhr, 17:50 Uhr, 19:05 Uhr und 20:15 Uhr: Sonderführungen des Fördervereins Historischer Burgberg e.V. : Otto IV. – Seine Spuren auf der Harzburg. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Treffpunkt: Harzsagenhalle.
  • 17:05 Uhr: Vortrag zur Kräuterkunde
  • 17:30 Uhr: Präsentation Sonderstempel des Sonderstempels der Harzer Wandernadel durch den Harzklub Zweigverein Bad Harzburg und Gesund älter werden im Harz e.V., Träger der Harzer Wandernadel.
  • 18:40 Uhr: Unterhaltsamer Vortrag „Heimatliebe heute“: Dirk Junicke, 1. Vorsitzender des Fördervereins Historischer Burgberg e. V.
  • 19:15 Uhr: Kurzweilige Fachvorträge zu Otto IV. und der Harzburg
  • 21:00 Uhr: Konzert mit Musik des Mittelalters und der Renaissance mit NotaBene – Ensemble für Alte Musik
  • Ca. 22:30 Uhr: +++ ACHTUNG +++ Verdunklung! Zum Ende des Konzerts wird für ca. 5 Minuten kurzzeitig das Licht auf dem Burgbergplateau gelöscht. Wir bitten um Beachtung.
  • 23:30 Uhr: Letzte Talfahrt der Burgberg-Seilbahn (Kostenpflichtig)

Sonntag, 20. Mai 2018, Burgberg

  • 11:00 und 13:00 Uhr: Sonderführungen des Fördervereins Historischer Burgberg e.V.: Otto IV. – Seine Spuren auf der Harzburg. Anmeldungen unter 05322 75 330. Treffpunkt: Harzsagenhalle.

Um Spenden für die Bad Harzburg-Stiftung, den Förderverein Historischer Burgberg e.V. und den Harzklub Zweigverein Bad Harzburg e.V. wir freundlich gebeten. Vielen Dank!

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Profil der alten Harzburg (© Förderverein Historischer Burgberg)
 

Kolloquium „Profiling Otto IV. – Spuren des Welfenkaisers“

Moderation: Frau Dombaumeisterin i.R. (Köln) Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Präsidentin der Deutschen Burgenvereinigung e.V. 

Folgende Vorträge mit anschließender Aussprache sind geplant:

Thema - Referent

Die Person Otto und besondere Aspekte seines Lebens und Wirkens - Prof. Dr. Ulrich Hucker 

Der Niederrhein und Westfalen als Schauplatz des Deutschen Thronstreits - Mohammed Qassiti
Fragen der archäologischen und baugeschichtlichen Forschung auf der Harzburg. Was wissen wir über die Burg, auf der Otto IV. gestorben ist? - Thomas Moritz
Die Reichsinsignien – Umfang und Besitzverhältnisse zur Zeit Otto IV. HRR - N.N.
 Aufbewahrungsorte der Reichskleinodien und das ist da“ im heutigen Baubestand an den Beispielen Krautheim und Waldburg - Dr. Dr. Stefan Uhl
19. Mai 1218: Otto IV. auf der Harzburg – Gedanken eines Kriminologen zu einem Tod vor 800 Jahren - Axel Petermann
 

NotaBene – Ensemble für Alte Musik

Das Ensemble NotaBene wurde 1991 gegründet. Zu ihren verschiedenen Projekten und Konzerten haben die Gründungsmitglieder Anja Schröder, Silvia Wende und Jochen Schröder immer wieder hochkarätige Mitspieler eingeladen. So entstand ein Netzwerk aus klassischen Musikern, Jazzern und Musikern aus dem Bereich Folk, deren Zusammenspiel für einen ganz eigenen Sound sorgt. Historische Instrumente, erfrischende Interpretationen und Lust am Experiment bringen immer wieder neue Hörerfahrungen hervor. In ihrem Konzert in Bad Harzburg am 19. Mai 2018 wollen sie uns auf eine Zeitreise mitnehmen und spannen einen weiten Bogen vom Jahr 1218, dem Todesjahr Otto IV. bis in das Jahr 1618 – aus dem Mittelalter hinein in das Goldene Zeitalter der Renaissance.

Anja Schröder erhielt den ersten Musikunterricht mit 6 Jahren von ihrem Vater, dem Pianisten und Trompeter Herbert Breburda. Sie erhielt eine klassische Ausbildung auf dem Klavier und der Trompete und wandte sich später der Perkussion zu. Tanz ist für sie ein ausdrucksstarkes Medium, das ihre musikalische Entwicklung stark prägt. Anja ist Sängerin und Perkussionistin im Ensemble.

Silvia Wende studierte Gitarre bei Jens Wagner an der Universität Essen. Sie gehört zur Stammbesetzung des „Ensembles NotaBene“ und der Frauen-Mittelalterband „Filia Irata“. Gesangsunterricht bei Norbert Gottschalk, Sabine Kühlich und Sigrid Hausen sowie zahlreiche Kurse im Jazzgesang ergänzten ihre Ausbildung. Seit den frühen 1990er Jahren widmet sie sich zunehmend den historischen Zupfinstrumenten. Silvia spielt Saiteninstrumente und singt im Ensemble.

Jochen Schröder erlernte Querflöte bei Burghard Dinter und das Cembalospiel bei Alexander Meyer von Bremen. Später wandte er sich der Blockflöte und anderen historischen Blasinstrumenten zu. Er absolvierte ein Designstudium und arbeitete einige Jahre als Creative Director, bevor er sich ganz der Kunst zuwendete. So war er in den 1980er Jahren Mitglied verschiedener erfolgreicher Folkbands, in denen er für das Repertoire und den Einsatz historischer Instrumente wie Schalmei, Krummhorn etc. verantwortlich zeichnete. Er erhielt unter anderem den Schallplattenpreis der „Deutschen Phonakademie“. Seit den 1990er Jahren arbeitet er außerdem als Eventregisseur, Autor von Theaterstücken und Schauspieler. Jochen Schröder spielt Blockföten, Krummhörner und Schalmeinen im Ensemble NotaBene.

Marco Ambrosini studierte Violine und Viola, Musiktheorie, Musikgeschichte und Komposition in Ancona und Pesaro. 1982 begründete er mit Peter Rabanser das Ensemble „Oni Wytars“, 1991 mit Katharina Dustmann das Produktionsstudio „Studio Katharco“. Er ist Solist und Komponist in zahlreichen internationalen Ensembles für Alte und Neue Musik. Marco Ambrosini gilt als der Pionier der Wiederentdeckung der Nyckelharpa (Schlüsselfidel) außerhalb Schwedens und ihrer Verwendung in unterschiedlichen Musikrichtungen außerhalb der schwedischen Nyckelharpa-Tradition. Er lehrt an mehreren europäischen Musikhochschulen und ist didaktischer Leiter des European Nyckelharpa Trainings (www.nyckelharpa.eu) und der Summer Master Classes für Alte Musik (www.summermasterclasses.eu). Marco Ambrosini spielt die Schlüsselfidel.

Peter Rabanser erhielt eine Ausbildung in klassischer Gitarre. Später kamen Instrumente des Balkans und des Nahen Ostens hinzu. 1984 war er Mitbegründer des Ensembles „Oni Wytars“. Seitdem setzt er sich intensiv mit süd- und osteuropäischen Musiktraditionen und deren Spuren in der Alten Musik auseinander. Er gibt Workshops in Österreich, Deutschland und Italien und absolviert zahlreiche Konzertreisen, CD- und Rundfunkproduktionen mit den Ensembles „Oni Wytars“, „Katharco Consort“, „Accentus“ und „Unicorn“, „Ensemble Llull“ sowie mit Glen Velez, Renaud Garcia-Fons und René Clemencic. 2004 erhielt er den deutschen Weltmusikpreis „Ruth-Newcomer“ zusammen mit dem „Yalla Babo Express Orchestra“. Peter Rabanser spielt die Oud, Chalumeau, Dudelsack, Perkussion und singt.

Lynn Tabbert begann zunächst ein klassisches Klavierstudium bei Peter Rösel an der Dresdner Hochschule für Musik, bevor er sich mit weiteren Studien bei Ludger Rémy und Christine Schornsheim auf das Spiel historischer Tasteninstrumente und die Musik der Renaissance und des Barock spezialisierte. Als Cembalist und Organist wirkte er bei zahlreichen Konzert-, Opern-, Rundfunk- und CD-Produktionen namhafter Ensembles mit und begleitete auf Kursen und Wettbewerben. Parallel arbeitete Lynn Tabbert als Klavierbegleiter für klassischen und modernen Tanz unter anderem an der Dresdner Palucca Hochschule für Tanz und für den jährlich in der Schweiz stattfindenden Prix de Lausanne. Seit 2013 ist er Korrepetitor an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Lynn spielt die Orgel und das Virginal.

www.notabene-musik.de

 

Thomas Ostwald

Geboren am 26.1.1949 in Braunschweig, nach dem Schulbesuch Buchhändler und Verleger bis 2006, seitdem freier Schriftsteller, Stadtführer, Schauspieler

Werkauswahl

- Biografien: Friedrich Gerstäcker, Karl May, Jules Verne, Charles Sealsfield, Konrad Koch, Kaiser Otto IV.

- How-to-do-books: Indianerhandbuch, Trapperhandbuch, Pionierhandbuch – mit zahlreichen Anleitungen zur Herstellung von entsprechenden Ausrüstungen
- Braunschweig-Krimis: Mord im Richmond-Park, Mord in der Kemenate, Mord im Schloss, Der Vampir von Braunschweig, Konrad Koch und der Tote auf dem Fußballfeld, Mord in Burg Dankwarderode, u.a.

Seit 2014 hat er mehr als 150 Romane und Erzählungen in verschiedenen Verlagen, teilweise unter Pseudonym, veröffentlicht, darunter auch eine Reihe von „Pastiches“, Nachdichtungen, die die Werke bekannter Autoren fortsetzten. Dazu gehören derzeit neue Sherlock-Holmes-Abenteuer, Jules Vernes Kapitän Nemo – Neue Abenteuer sowie neue Abenteuer der Karl-May-Helden Old Shatterhand und Kara ben Nemsi. Als Hauptautor hat Ostwald mehr als 20 Romane einer Mittelalterserie im eBook-Format veröffentlicht.

Seit 2006 spielt er an verschiedenen Stätten von ihm geschriebene Theaterstücke um Heinrich d. Löwen, davor hat er über sechs Jahre lang mit verschiedenen Darstellern szenische Aufführungen zu den Hanse-Tagen in Braunschweigs Innenstadt zelebriert und dabei selbst mitgewirkt.

Darüber hinaus leitete er das Friedrich-Gerstäcker-Museum in Braunschweig mehr als 34 Jahre, gibt noch immer seine Werke in Neueditionen heraus und publiziert zu verschiedenen Bereichen aus Gerstäckers abenteuerlichem Leben Schriften. Darüber hinaus ist er in der Stadt Braunschweig als Stadtführer im Einsatz; seine besondere Spezialität sind Kostümführungen, u.a. im Schloss Richmond.

Außerdem liest er regelmäßig bei den Veranstaltungen „Mord auf der Oker“ und „Mordsgeschichten“ während der Sommermonate.

Kontakt: 0531 – 35 29 60
www.tatort-braunschweig.de

www.gerstaecker.org

hARTzburg 2o18.

Freiluftkunst im Jubiläumsjahr 2o18 auf dem Burgberg/Bad Harzburg.

WARUM?

1. Vor 800 Jahren, starb am 12. Mai 1218, der einzige Welfenkaiser Otto der IV. auf der Harzburg.

2. Pure Lebensfreude.

WANN? Von Mai bis September.

WO? Im öffentlichen Bereich, inmitten den Ruinen der alten Harzburg auf dem großen Burgberg. 483 Meter hoch, nur mit der historischen Bergbahn von 1929 oder zu Fuß erreichbar. Die Kunstwerke müssen einige Monate dem Wetter standhalten. Für Künstler ist der Burgberg mit Fahrzeugen erreichbar. Ab und an sind Wildschweine nächtliche Gäste.

WER? Kunst auf Einladung (BBK, artquitilinga Quedlinburg, u. ä.). Berufen sind 12 kreative Menschen, die den Zauber des Ortes künstlerisch einfangen wollen und können.

INITIATIVE Förderverein Historischer Burgberg Bad Harzburg e.V. und Gast- und Logierhaus AUSSICHTSREICH www.plumbohms.de

VERGÜTUNG: Für Künstler, die auf dem Burgberg schaffen möchten, gibt es freie Kost und Logie sowie Platz zum Arbeiten

(Freitag, den 20.04 – Sonnabend, den 21.04). Jede/r Teilnehmer/Teilnehmerin erhält einen Zentner gute Kartoffeln und 500 Euro. Jedes Kunstwerk wird vor Ort ausführlich beschrieben.

Information: Dirk Junicke, Telefon: 05322 23 23, Handy: 0175 466 70 30,

Hintergrund

Texte: Thomas Moritz, wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Burgenvereinigung e.V. und des Fördervereins Historischer Burgberg Bad Harzburg e.V.

Vorgeschichte

Kaiser Otto IV. HRR wurde wahrscheinlich 1175/76 in Braunschweig geboren. Seine Mutter war die Königstochter Mathilde Plantagenet (* um 1156 – … 28.6. 1189). Sein Vater Heinrich der Löwe (* 1129/30 – … 6.8. 1195), Sohn Heinrichs des Stolzen, Enkel des Kaisers Lothar III. HRR, zu dieser Zeit Herzog von Sachsen und Baiern, aus der Familie der Welfen.
Otto verbrachte allerdings nur wenige Jahre seiner Kindheit in Braunschweig und Sachsen. Schon 1182 musste die Familie, bedingt durch die Entmachtung und Verbannung Heinrichs des Löwen, ins Exil gehen. Aufgenommen am Hof Königs Henry II. von England, des Vaters von Mathilde, wurde Otto zusammen mit seinem älteren Bruder Heinrich und dem jüngeren Wilhelm in der Normandie und England erzogen. Otto wurde von seinen angevinischen Verwandten gut versorgt; so ist für das Jahr 1183/84 in der Buchführung des Königshauses ein eigener Haushalt mit Dienstleuten und Lehrern für den Knaben Otto verzeichnet. Das Verhältnis sollte nach dem Tod des Großvaters noch inniger werden, als Richard I. „Löwenherz“ 1189 den Thron bestieg. Ein Jahr später hat Richard allerdings nach einem Kreuzfahrtsgelübte sein Reich für mehrere Jahre verlassen. Bei der Rückreise von dem mit großen Verlusten geendeten „III. Kreuzzug“ wurde Richard Löwenherz 1192 nahe Wien von den Leuten des Herzogs von Österreich (Leopold V.) wegen „einer alten Rechnung“ gefangen genommen und an Kaiser Heinrich VI. HRR ausgeliefert. Dieser forderte für die Freilassung Richards eine unglaublich hohe Summe an Lösegeld, die zum Schluss von der Englischen Seite aufgebracht wurde.
Schachzüge

Im Verlauf der Verhandlungen über die Freilassung Richards fühlte sich Otto seinem Oheim so verpflichtet, dass er sich entschloss, ins römisch-deutsche Reich zu reisen, um als persönliche Geisel beim Kaiser bis zur Freilassung seines Richards zu verbleiben. Nachdem das Lösegeld gezahlt war, kehrte Otto wieder in das englische Hoheitsgebiet zurück. Im Jahr 1196 wurde Otto von Löwenherz persönlich zum Ritter geschlagen und mit der französischen Grafschaft Poitou belehnt, mit der zugleich die Herzogswürde von Aquitanien (die ehemals römische Provinz „gallia antiqua“) verbunden war. Kurzzeitig wurde Otto durch eine von Löwenherz initiierte Heiratspolitik als Nachfolger des Königs von Schottland (William I.) gehandelt, vielleicht sollte er sogar als Erbe Richard Löwenherz antreten.

Jedenfalls ist auszumachen, dass Otto als junger Mann weit mehr ein „Engländer“ als ein „Römisch-Deutscher“ war. Das zeigt sich auch im Testament Heinrichs des Löwen (1195), in dem für Otto nur ein recht unbedeutender Erbteil (Haldensleben und Umgebung) vorgesehen war. Der ältere Bruder Heinrich V. (hausinterne Zählung der Welfen) wurde mit dem Großteil der welfischen Hausgüter bedacht und nach etlichen politischen Querelen von Kaiser Heinrich VI. HRR auch mit der Rheinpfalz belehnt, nach der er sich „Pfalzgraf Heinrich bei Rhein“ nannte, ein hohes politisches Amt im mittelalterlichen Deutschland. Heinrich bei Rhein folgte dem Kaiser 1197 auch nach Italien und dann auf den IV. Kreuzzug zum Heiligen Land. Allerdings machte sich (von Messina) zuerst nur Heinrich bei Rhein auf dem Seeweg nach Akkon in Palästina, während der Kaiser später folgen wollte. Am 28. September 1197 ist er dort an den Folgen der Ruhr (oder durch Mordanschlag) verstorben. Diese Nachricht vom Tod des Kaisers hat Heinrich und das Heer der Kreuzfahrer im Oktober dieses Jahres erreicht, der Kreuzzug wurde daraufhin abgebrochen. Allerdings ist der Pfalzgraf wohl noch für einige Monate in Palästina geblieben und erst im Sommer 1198 in seine Heimatlande zurückgekehrt. In Deutschland war nach dem Tod Heinrichs VI. HRR der Streit um die Macht ausgebrochen. Im Streit um die Nachfolge wurde gegen den Staufer Philipp von Schwaben, der für den unmündigen Sohn Heinrichs VI., Friedrich II. antrat, überraschend Otto der Welfe aufgestellt. Das mag zuerst überraschen, hat aber seinen Grund darin, dass der mächtigere Bruder Heinrich durch seine Kreuzzugsteilnahme einfach nicht verfügbar war. So kommt es, dass ein Graf von Poitou und Herzog Aquitanien – Otto – von einigen der Reichsfürsten, mit viel Geld aus der englischen Kasse und mit Hilfe der Rheinischen Kaufleute unter der Führung Kölns am 12. Juli 1198 in der Pfalzkapelle von Aachen zum König gesalbt wurde. War der Ort auch legitim, so fehlten Otto IV. aber die sichtbaren Zeichen der Macht, die Reichskrone, das Reichsschwert und der Reichsapfel, die sich im Besitz Philipps von Schwaben befanden. Aus dieser Not heraus wurden von französischen und niederrheinischen Goldschmieden schnell eigene Insignien hergestellt.

Allerdings konnte Philipp eine Mehrheit der Fürsten und Würdenträger des Reiches auf seine Seite ziehen und es sah nicht gut für Otto und seine Parteigänger aus, sogar sein Bruder Heinrich wechselte auf die Seite des Staufers. Das ging so über zehn Jahre. Völlig überraschend wurde Philipp am 21. Juni 1208 in Bamberg von dem bairischen Grafen Otto von Wittelsbach ermordet. Die Hintergründe der Tat sind bis heute nicht geklärt.

Machtfestigung und Machtverlust

Nach Philipps Tod verständigte man sich allgemein auf Otto, in der Folge gelang es ihm, auch die auf der Burg Trifels verwahrten Reichsinsignien in seine Hände zu bekommen und am 11. November 1208 wurde er in Frankfurt ohne Gegenkandidaten zum König gewählt.

Für kurze Zeit konnte man glauben, dass sich die Sache zum Guten wenden würde. Im Juni 1209 brach Otto mit großem Gefolge nach Italien auf, um sich dort zum Kaiser krönen zu lassen. Allerdings „funktionierte“ Otto dann nicht so, wie es im Vorfeld mit der päpstlichen Seite abgesprochen war. Die Gegensätze wurden so gravierend, dass Otto durch Exkommunikation am 18. November 1210 vom Papst aus der Kirchengemeinschaft ausgeschlossen wurde. Daran sollte sich bis zu seinem Tod nichts mehr ändern. Und seine Position wurde so entscheidend geschwächt.

Als der Sachverhalt Exkommunikation allgemein bekannt wurde, änderte sich die politische Situation schnell dahingehend, dass die staufischen Parteigänger den heranwachsenden Sohn Heinrichs VI. HRR, Friedrich (II. HRR), immer mehr unterstützten und Friedrich schließlich im September 1211 in Nürnberg zum „anderen Kaiser“ (imperator) wählten. Im Jahr 1212 machte sich der 18-jährige Friedrich auf seinen Weg über die Alpen. Nun wurde er am 5. Dezember 1212 in Frankfurt gewählt und kurz darauf nicht in Aachen, sondern in Mainz als König gesalbt.

Schwere Zeiten

In der Folge vergrößerte sich der Einflussbereich Friedrichs II. HRR immer weiter, während Otto IV. sich immer weiter zurückziehen musste. Schon 1212 verbündete sich Friedrich II. mit dem französischen König Philipp II. Augustus. Östlich der Stadt Lille kam es dann am 27. Juli 1214 zur „Schlacht von Bouvines“. Diese für Otto verlorene Schlacht hatte für die gesamteuropäischen Machtverhältnisse folgen. Otto konnte gegen die zuvor getroffene Ansage, bis zum Tode kämpfen zu wollen, zwar fliehen, aber von nun an spielte er im Kontext der Geschichte keine entscheidende Rolle mehr. Die Flucht vom Schlachtfeld wurde sehr übel aufgenommen und politisch gegen ihn ausgelegt. So zog Otto sich nach Braunschweig zurück und war im Sinne des Wortes nur noch am Rande politisch beteiligt. Auch stoppte der neue Machthaber in England, John (ohne Land), ab 1215 die finanziellen Unterstützung Ottos, was diesen in erhebliche Schwierigkeiten brachte.

Otto verbrachte die letzten Lebensjahre überwiegend im Raum zwischen Harz und Heide. Zwar hat er noch einige Kriegszüge unternommen, allerdings brachte ihm dies kaum Vorteile oder Anerkennung.

Die letzten Tage – Harliburg und Harzburg

Bei einer Inspektionsreise zu den Burgen im Harzvorland gelangte Otto Anfang Mai 1218 auf die von ihm errichtete Harliburg. Hier soll er mit einer Frühjahrskur begonnen haben, um seine Körper nach den kalten Wintermonaten für den Frühling und den Sommer „zu entschlacken“. Wir sind über die folgenden Geschehnisse durch einen Bericht „Narratio de morte Ottonis IV. imperatoris“, wohl von einem Augenzeugen verfasst, recht genau unterrichtet.

Otto soll auf der Harliburg „Abführ-Pillen“ eingenommen haben – und zwar mehr als eigentlich angesagt. Daraufhin hat sich sein Gesundheitszustand innerhalb kurzer Zeit stark verschlechtert, sodass er bettlägerig wurde. Sein Darm begann sich immer öfter krampfartig zu entleeren. Nach wenigen Tagen war Otto sehr stark geschwächt. Der Stuhlgang konnte bis hin zum Blutfluss nicht mehr gestoppt werden. Aus Angst, jemand aus seiner Gegnerschaft könnte etwas von seiner Krankheit mitbekommen und einen Angriff auf die Harliburg starten, ließ sich der schwerkranke 43-jährige Mann am 13. Mai 1218 auf die sicherere Harzburg bringen. Otto muss geahnt haben, dass sein Leben zu Ende gehen würde, denn am 15. Mai gab er in einem „Schuldbekenntnis“ seine Verfehlungen gegenüber der römischen Kirche und dem Papst zu, um so die Zusage zur Vergebung seiner Sünden zu erlangen.

Kurz vor seinem Tod ließ er ein Dokument verfassen – das erste erhaltene politische Testament eines mittelalterlichen (europäischen) Kaisers, in welchem er seinen Bruder Heinrich bei Rhein als Haupterben und Testamentsvollstrecker einsetzt, ihm die Reichsinsignien übergibt – mit der Bestimmung sie an Friedrich II. auszuhändigen – und bestimmt, welche Beigaben ihm in sein Grab mitgegeben werden. Er lässt sich wegen seiner irdischen Sünden noch einmal auspeitschen, verstirbt kurze Zeit später. Sein Körper wird nach Braunschweig überführt und dort neben seiner ersten, im Alter von 14 Jahren verstorbenen, Frau Beatrix begraben.

Dass sich das Grab von Otto IV. und Beatrix nahe dem des Vaters und der Mutter von Otto befand, weiß man aus der schriftlichen Überlieferung. Wie es gestaltet war, können wir heute nicht mehr sagen. Allerdings ist anzunehmen, dass auch die Welfen, wie viele der hochadligen Familien des Mittelalters, eine Bestattungslandschaft in die St. Blasius-Kirche hineingründeten. Dabei müssen viele Gräber noch bis in das frühe 18. Jahrhundert gut erkennbar und zuweisbar gewesen sein. Im Jahr 1717 wird aber, bedingt durch die Sitten des evangelischen Gottesdienstes, der ungehinderte Zugang zum Altar für den Empfang des Abendmahls nötig. Aus diesem Anlass werden die Grabstätten abgebaut und ein Sammelgrab, die sogenannte Welfentumba, errichtet, in der die Gebeine hochrangiger Welfe ruhen. Die Tumba wurde damals direkt hinter das Grab Heinrichs des Löwen und der Mathilde aufgebaut, es handelt sich um ein Hochgrab. Vor einigen Jahrzehnten wurde die Tumba noch einmal innerhalb der Kirche verlegt. Heute befindet sie sich in der nördlichen Seitenapsis. Sie ist mit einer in schwer lesbarem Latein verfassten Inschrifttafel abgedeckt.


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