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Blick auf das Niedersächsische Internatsgymnasium
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Der Gr. Burgberg und seine HARZBURGEN

In vorchristlicher Zeit soll hier die Statue des Sachsengottes KRODO gestanden haben. Diese Figur symbolisiert die vier Elemente des Lebens: "Sonne – Erde – Wind - Wasser“. KRODO war daher ein Gott der Fruchtbarkeit und des Lebens .

Karl der Große soll diese Statue im Rahmen der Christianisierung um 780 n. Ch. zerstören lassen haben. Die neue stählerne KRODO-Statue wurde 2007 vom Förderverein Hist. Burgberg mit Hilfe von Spenden aufgestellt.

Der in Goslar geborene und spätere Kaiser HEINRICH IV. ließ 1065 / 68 die erste, große HARZBURG in Fronarbeit errichten. Da die hier beheimaten Sachsen durch die schwäbische Burgbesatzung stark unterdrückt wurde, kam es 1073 zum historischen Sachsenaufstand. Die HARZBURG wurde belagert und HEINRICH IV. floh von der Burg. Im Jahr 1074 verlor HEINRICH IV. eine Schlacht gegen die Sachsen und musste der Schleifung aller Harzburgen zustimmen

Kaiser BARBAROSSA erbaute um 1180 auf dem Westteil der Bergkuppe eine neue Reichsfeste.

Kaiser OTTO IV. vergrößerte die Burganlage durch einen weiteren Turm. Da er durch den Papst gebannt war, wollte er durch eine Fastenbuße wieder in den Kreis der Kirche aufgenommen werden. An den Folgen diese Buße starb er 1218 in diesem sog. Pulverturm.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die unterschiedlichen Besitzer bis Herzog August der Jüngere von Braunschweig um 1650 alle Anlagen schleifen ließ. Im 20.ten Jahrhunderten erfolgten mehrere archäologische Grabungen. Der 1994 gegründete „Förderverein Hist. Burgberg“ restauriert einzelne Ruinenteile und hat einen historischen Rundweg mit Informationsstelen auf dem Burgberg, sowie einen Besinnungsweg rund um den benachbarten Sachsenberg mit der Sachsenburg angelegt.

Im Museum in der Remise sind viele dieser Grabungsfunde und im Foyer des benachbarten Rathauses ein Burgmodell nach einer Bestandszeichnung von 1574 ausgestellt.

Seit 1840 empfängt auf dem Berg ein Gaststätte die Besucher. Einen weiten Blick auf das Panorama hat man vom Canossa-Obelisk. Im Dezember 2014 wurde der neue Gasthof „Aussichtsreich“ eröffnet..

1929 wurde der Gr. Burgberg durch den Bau einer Großkabinen-Seilbahn erschlossen. Diese Bahn hat inzwischen weit mehr 25 Millionen Fahrgäste auf den Berg transportiert. Von hier erschließt sich auch ein weitläufiges Wander-Wegenetz.

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Krodostatur auf dem Gr. Burgberg
  
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Ansicht der Harzburg um 1068
  
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Burgberg-Seilbahn